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CHEMISCHE ZUSAMMENSETZUNG
C: ≤0,22
Si: ≤0,55
Mn: ≤1,6
P: ≤0,035
S: ≤0,035
Hinweis: -
V: -
MECHANISCHE EIGENSCHAFTEN
Streckgrenze (σs):
Dicke ≤ 16 mm, ≥355 MPa;
Dicke 16–40 mm, ≥345 MPa;
Dicke 40–63 mm, ≥335 MPa;
Dicke 250–400 mm, ≥265 MPa.
Zugfestigkeit (σb):
Dicke 3 mm–100 mm, 470–630 MPa;
Dicke 100–250 mm und 250–400 mm, 450–600 MPa.
Dehnung (δ): 250 mm–400 mm, ≥17 %.
Schlagenergie: ≥27J (V-Kerbe) bei -20°C.
Härte: 152-179HB
WÄRMEBEHANDLUNG
S355J2G3N ist ein niedriglegierter, hochfester Baustahl, dessen Wärmebehandlung normalerweise die folgenden Schritte umfasst:
Normalisieren: Dies ist ein üblicher Wärmebehandlungsprozess, der normalerweise nach dem Schmieden oder Walzen durchgeführt wird, mit dem Ziel, die Mikrostruktur des Stahls zu verbessern und seine Härte und Zähigkeit zu erhöhen. Normalerweise wird das Normalisieren oberhalb der kritischen Temperatur des Stahls durchgeführt und anschließend mit einer geeigneten Geschwindigkeit abgekühlt, um eine gleichmäßige Kornstruktur zu erhalten.
Glühen: Wenn eine weitere Reduzierung der Härte oder eine Verbesserung der Plastizität erforderlich ist, kann S355J2G3N auch einem Glühen unterzogen werden. Das Glühen wird normalerweise bei einer niedrigeren Temperatur und einer langsameren Abkühlgeschwindigkeit durchgeführt.
Abschrecken und Anlassen: Obwohl S355J2G3N hauptsächlich durch Normalisieren verbessert wird, kann in einigen Anwendungen auch Abschrecken und Anlassen durchgeführt werden, um das gewünschte Gleichgewicht zwischen Härte und Zähigkeit zu erreichen.
Kontrollierte Kühlung: In einigen Herstellungsprozessen können kontrollierte Kühlraten verwendet werden, um bestimmte Mikrostrukturen und Eigenschaften zu erhalten.
Wärmebehandlung der Wärmeeinflusszone (HAZ): Während des Schweißens kann es in der HAZ der Schweißnaht zu übermäßigen Temperaturwechseln kommen, die eine anschließende Wärmebehandlung zur Wiederherstellung ihrer Eigenschaften erfordern können.
SCHMIEDEN
S355J2G3N-Stahl weist gute Schmiedeeigenschaften auf und kann durch Warmschmieden geformt werden. Nach dem Schmieden wird das Material üblicherweise normalisiert, um seine mechanischen Eigenschaften und Verarbeitungseigenschaften zu verbessern.